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Apoteetik
Name
Apoteetik
Mundart
Apoteetik
Phonetik
  • i de apotḗtikχ
Ortstyp
Bauzone
Ehemaliger Ortstyp
Kulturland (Rebbau)
Gemeinde
Bezirk
Kanton
Beschreibung
Bauzone. Früher Reben
Deutung
1. Appellativ rappe + Appellativ täding: ‘Besitz einer Winzervereinigung’.
2. Appellativ rappe + Appellativ täding: ‘Rebland, das mit einem Traubenzins belastet war’.
Deutung Bestimmungswort
1. rappe zu mhd. rappe swf. ‘Traubenkamm’.
2. rappe zu mhd. rappe swm. ‘Name einer zuerst in Freiburg Br. geprägten Münze mit einem Vogelkopf’, vgl.
Deutung Grundwort
täding, teiding zu mhd. tegedinc, teidinc stn. m., tegedinge, teidinc stf. ‘Gerichtstag, Frist, Übereinkunft; beratende Versammlung usw.’.
Kommentar
Die Nebenform aus dem 19. Jh. Abendtäding entstand durch Deglutination (in der Rappentäding > in der Appentäding). Apothetik ist ebenfalls durch Deglutination entstanden und hat sich an
Quellen
  • 1374 :
    Die uralte Bezeichnung Rappotäding, die sich mit den Jahrhunderten auf Apothetik abwandelte, […] Diese beiden Begriffe bedeuten dasselbe, nur weiss man bis jetzt nichts mehr damit anzufangen. Schon im Jahre 1374 vernehmen wir urkundlich von einem grösseren Arel Rebland in der Mitte des Dorfes, “an Rappenthädig gelegen”, welche Bezeichnung von Bedeutung erscheint und in verschiedener Schreibweise lange Zeit wiederkehrt: Rappenteiding, Rappentöding (1446), Rappentading (1546), Rappenteding (1593), Rappentädingen im Landgericht gelegen (1625), Unter- und Ober Rapotätigs (1702), dessen unterer Geländeteil bis zum Bächliweg später und bis heute “Rosgarten” genannt wird, weil dort in einem kleinen Weiher Schaub und Weiden für die Rebleute “gerooßt” (aufgeweicht) wurden. 1731 vernehmen wir an dieser Stelle die Bezeichnungen Apotedingen und Apenteding und bis jetzt den Flurnamen Apothetik, wie das bezügliche Gelände heute noch teilweise im Grundbuch Kreuzlingen eingetragen ist. […] Soweit sich bis jetzt erkennen lässt, erstreckte sich das Gebiet um Rappotäding vom Bächliweg über den “Rosgarten” bis zur Stähelistrasse und von der 1291 erbauten niederen Mühle am Saubach bis zu dem schon 1458 bestandenen Ehinger- oder Fliegauftorkel an der ehemaligen Gemeindegrenze zwischen Emmishofen und Egelshofen. (OrtsG, Kreuzlingen 10, Pr.)
  • 1484 :
    Rappotaͤding. Werlin von Emishouen (StATG, 7’34’30, K 83, ZiRod.)
  • 1518 :
    Rappa Deding (StATG, 7'26’2, 131, ZeRod.)
Lokalisierung
Koordinaten
729600, 278550
Datenherkunft
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